Rede zum Tag gegen den Menschenhandel
13. März 2006
Milan Horáček (Verts/ALE).
Frau Präsidentin!
Es ist sehr wichtig, dass das Thema Kampf gegen den Frauen- und Menschenhandel am Vorabend der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland debattiert wird.
Wir sprechen hier von tausenden zusätzlicher Prostituierten, die zum Großteil unfreiwillig und gezwungen dieser Arbeit nachgehen werden.
Aus langjähriger Erfahrung mit NGOs im Bereich der Kinderprostitution an der Grenze Tschechiens zu Deutschland und Österreich denke ich, dass die Bekämpfung dieser Verbrechen nur durch die Verbesserung der Gesetze und die Stärkung der Kompetenzen der verschiedenen Institutionen und Behörden sowie grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Mittel- und Osteuropa erreicht werden kann.
Längerfristig sind aber Bekämpfung der Armut und Durchführung von Aufklärungskampagnen notwendig, um der Zwangsprostitution die Rote Karte zu zeigen.
Die Einführung eines Tages gegen den verbrecherischen Menschenhandel wird die Sensibilisierung für dieses Problem stärken.
Milan Horáček, MdEP
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