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Die Zukunft Tibets ist ungewiss

 

In die Diskussion um die Zukunft Tibets ist Bewegung gekommen, wenn auch nur leider einseitig. Das erste Mal seit 60 Jahren beraten derzeit Exiltibeter aus aller Welt in dieser Zusammensetzung über eine gemeinsame Strategie für die Zukunft ihrer Heimat. Schwerpunkt der im nordindischen Dharamsala stattfindenden Tagung ist die Frage ob das gemeinsame Ziel ein autonomes Tibet innerhalb Chinas oder ein in Gänze unabhängiges Tibet ist.

 

Der Dalai Lama, der das Treffen einberufen hatte, nimmt selbst nicht teil,um den  Delegierten damit die Möglichkeit zu geben die anstehenden Fragen offen zu diskutieren.Er selbst hat immer einen konstruktiven Weg mit China gesucht.Mit seiner Erklärung, dass er „enttäuscht sei und kaum noch Hoffnung auf Verhandlungen mit China über eine Autonomie für Tibet, für die er sich jahrzehntelang eingesetzt habe,  sehe", hat er aber deutlich gemacht, dass er die Diskussion als ergebnisoffen betrachtet.

 

Der Dalai Lama hat sein Amt stets im Sinne der Tibeter ausgeübt. 

 

Die Reaktion Chinas auf die Versammlung der Tibeter beweist, dass China immer noch in der Manier einer kommunistischen Diktatur nach einem Verbot der Veranstaltung verlangt,  um von Menschenrechtsverletzungen in der Provinz abzulenken. Dabei verliert es sich wie üblich in Plattitüden über die „Clique rund um den Dalai Lama“.

 

In dieser für das tibetische Volk wichtigen Zeit wird der Dalai Lama dem Europäischen Parlament am 4. Dezember einen Besuch abstatten. Um ein deutliches Zeichen der Unterstützung für seine jahrzehntelangen Bemühungen für eine friedliche Zukunft Tibets zu setzen, rufen die Mitglieder der Tibet-Intergroup zu verschiedenen Aktionen im Rahmen seines Besuches auf. Neben Andachten und Meditationen soll besonders mit dem Aufruf zum gemeinsamen Fasten ein deutliches Zeichen der Unterstützung für die Exiltibeter gesetzt werden.

Milan Horáček, MdEP

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