Flagge zeigen für Tibet!
9. März 2007
Der tibetische Nationalfeiertag ist Anlass genug, auf die andauernde Unterdrückung des Tibetischen Volkes aufmerksam zu machen und sich für eine Lösung des Konflikts einzusetzen.
Nach wie vor stehen Menschenrechtsverletzungen auf der Tagesordnung. Das Erlernen und die Verwendung der tibetischen Sprache werden durch die chinesische Herrschaft unterdrückt. Die Tibeter können der uneingeschränkten Pflege ihrer Kultur nur noch im Exil nachgehen. Auch ist die Umweltsituation sehr bedrohlich, in jenem Land, in dem die 5 wichtigsten Flüsse Asiens entspringen.
Milan Horáček: "Wir zeigen am 10.03.2007 nicht nur auf unserer Homepage Flagge. Ich denke, dass die klare Forderung der Europäischen Union gegenüber China nach der Respektierung der Menschenrechte in Tibet durch einen Sonderbeauftragten für Tibet unterstützt werden muss. Dafür werde ich mich weiterhin einsetzen!"
Zum Hintergrund: 1950/51 wurde Tibet von der Volksrepublik China militärisch besetzt und annektiert. Am 10. März 1959 demonstrierten unzählige Tibeter in Lhasa gegen die Besetzung ihres Landes. Die Truppen des Diktators Mao Tse Tung schlugen den tibetischen Volksaufstand blutig nieder. Nach offiziellen chinesischen Angaben kamen dabei 87.000 Tibeter um. Der Dalai Lama floh nach Indien.
Seit 1996 wehen zum Gedenken an den Volksaufstand am 10. März in Europa tibetische Flaggen. Beteiligten sich 1996 in Deutschland erst 21 Städte und Gemeinden, so waren es im vergangenen Jahr bereits 720 und in ganz Europa mehr als zweitausend Städte – darunter Paris und Prag. In diesem Jahr wird eine Beteiligung von 800 Städten, Gemeinden und Landkreisen erwartet.
Milan Horáček, MdEP
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